Die Sonne und ich strahlen um die Wette! Am Freitag nehme ich den Bus weiter Richtung Norden, nach Cairns! 2 Tage zum Akklimatisieren zurück in der Zivilisation und dann kommt Kristian, der sich gerade auf Weltreise befindet und die letzten Monate in Western Australia verbracht hat. Wir haben uns seit Ende Januar nicht gesehen. Die Hermes Trainees sind dann also wieder vereinigt. Haben nen Camper gemietet und werden eine Woche Great Barrier Reef, Regenwald und Co. erkunden. Can't wait! Endlich Urlaub! Geht ab! :-)
Bin heute in einem riesen Futterappart rumgekrabbelt und hab sauber gemacht. Zusammen mit drei kleinen redback Spinnen, die laut Wiki "unerträgliche" Schmerzen bei einem Biss hervorrufen. Urgh! (Gestern habe ich noch am Tele gesagt, dass ich hier auf der Farm noch nichts mit Spinnen zu tun hatte...)
Montag, 6. August 2012
Sonntag, 5. August 2012
Schwanger?!
Heute war schon wieder so ein cooler Tag, dass ich nur hüpfend und springend zum Cottage zurückkehren kann. Das Cottage ist ein Holzwohnhaus, Jenny (als sie noch hier war) und ich sind hier, 200m entfernt vom Wohnhaus, untergebracht. Habe die Butze entsprechend jetzt allein für mich, bin aber eigentlich nur morgens und nach der Arbeit kurz zum Duschen hier. Dinner und Abendprogramm findet im Wohnhaus statt...
Heute Morgen haben wir zur Abwechslung mal ohne Pferd gearbeitet. Eine Gruppe an Tieren, die wir gestern "gemustert" haben kommt zur Fleischfabrik, da es sich nicht um die Rasse handelt, sie Pete und Sue züchten, sondern um gewöhnliche sog. Commercial cows. Die Rinder, die noch ein Kalb haben, sollten vorher noch aus der Gruppe raus. Also sind Pete und ich in das Gehege um die entsprechenden Tiere von der Gruppe zu trennen. Die Commerical cows sind nicht ganz so ruhige Zeitgenossen und sonderlich begeistert waren sie auch nicht von unserem Plan. Das Gehege ist nur Tennisplatz groß und wir sind wie die Bekloppten von einem Ende zum Anderen gerast um die einzelnen Kandidaten rauszupicken. Teilweise habe ich mir echt ins Hemd gemacht, wenn ich mich der Kuh vor den weggestellt habe um sie daran zu hindern zurück zu den anderen zu gelangen. Für die extra widerwilligen haben wir dann auch doch die Pferde genommen...
Die verbleibenden Kühe haben wir dann auf Schwangerschaft getestet. Und so habe ich heute zum ersten Mal in meinem Leben mein Arm in einer Kuh gehabt! Und dazu noch ein Kälbchen erfühlt! Jetzt kann ich mich eigentlich endgültig für Tiermedizin einschreiben!?
Zweites cooles Erlebnis heute: Andy, der zweijährige Hengst von Pete. Kam heute in seinen Stall und er lag auf dem Boden und ist nicht aufgestanden. Habe mich also zu ihm gesetzt und er ist liegen geblieben. Hab mich sogar auf ihn drauf gesetzt und er ist die ganze Zeit ruhig liegen geblieben. Voll cool, das hatte ich noch nie! Nach ein paar Minuten wurde mir das ganze dann zu unheimlich und ich habe ihn gezwungen aufzustehen um sicherzugehen, dass nicht irgendwas mit seinen Beinen ist...
Das auf dem Foto ist übrigens Abbey, das Schoßhündchen der Familie. Am Anfang habe ich sie nicht groß beachtet, weil ich mit so kleinen Hunden nichts anfangen kann. Aber mittlerweile könnte ich die kleine Knutschkugel den ganzen Tag durch die Gegend tragen, so süüüß... :-)
Heute Morgen haben wir zur Abwechslung mal ohne Pferd gearbeitet. Eine Gruppe an Tieren, die wir gestern "gemustert" haben kommt zur Fleischfabrik, da es sich nicht um die Rasse handelt, sie Pete und Sue züchten, sondern um gewöhnliche sog. Commercial cows. Die Rinder, die noch ein Kalb haben, sollten vorher noch aus der Gruppe raus. Also sind Pete und ich in das Gehege um die entsprechenden Tiere von der Gruppe zu trennen. Die Commerical cows sind nicht ganz so ruhige Zeitgenossen und sonderlich begeistert waren sie auch nicht von unserem Plan. Das Gehege ist nur Tennisplatz groß und wir sind wie die Bekloppten von einem Ende zum Anderen gerast um die einzelnen Kandidaten rauszupicken. Teilweise habe ich mir echt ins Hemd gemacht, wenn ich mich der Kuh vor den weggestellt habe um sie daran zu hindern zurück zu den anderen zu gelangen. Für die extra widerwilligen haben wir dann auch doch die Pferde genommen...
Die verbleibenden Kühe haben wir dann auf Schwangerschaft getestet. Und so habe ich heute zum ersten Mal in meinem Leben mein Arm in einer Kuh gehabt! Und dazu noch ein Kälbchen erfühlt! Jetzt kann ich mich eigentlich endgültig für Tiermedizin einschreiben!?
Zweites cooles Erlebnis heute: Andy, der zweijährige Hengst von Pete. Kam heute in seinen Stall und er lag auf dem Boden und ist nicht aufgestanden. Habe mich also zu ihm gesetzt und er ist liegen geblieben. Hab mich sogar auf ihn drauf gesetzt und er ist die ganze Zeit ruhig liegen geblieben. Voll cool, das hatte ich noch nie! Nach ein paar Minuten wurde mir das ganze dann zu unheimlich und ich habe ihn gezwungen aufzustehen um sicherzugehen, dass nicht irgendwas mit seinen Beinen ist...
Das auf dem Foto ist übrigens Abbey, das Schoßhündchen der Familie. Am Anfang habe ich sie nicht groß beachtet, weil ich mit so kleinen Hunden nichts anfangen kann. Aber mittlerweile könnte ich die kleine Knutschkugel den ganzen Tag durch die Gegend tragen, so süüüß... :-)
Samstag, 4. August 2012
Pizza Competition
Man nehme ein Rezept für Pizza-Teig, rufe eine Pizza-Competition aus und ziehe sich dann vergnüglich mit einem Samstagabend-Bier zurück aus der Kocharena. - Sue und Pete sind heute auf einer Party in Rocky und ich bin mit Sam und Henry allein daheim. Daher ist morgen auch mal Ausschlafen bis 7 (!!!) Uhr angesagt! Wuuhu...
Habe erst an eine Nachtsafari gedacht, habe aber erst gestern wieder im Radio gehört, dass jemand nachts vom Dingo angefallen wurde, also vielleicht doch nicht so die gute Idee...
Den Tag haben wir heute wieder mit Mustering verbracht und diesmal war die ganze Familie involviert. Haben uns aufgeteilt und ein ca. 400ha großes Paddock "gecleant", d.h. alle Tiere zusammen getrieben und den Yards geführt. Dort haben wir die Tiere dann in neue Gruppen sortiert...
Dafür dass Sam und Henry erst 9 und 12 Jahre alt sind, können sie schon unglaublich viel. Beide fahren auch alleine die Autos und das Quad (auf dem Gelände der Farm).
Und wenn die Cowboyhüte abgelegt werden, dann wird vorm TV zu Timomatic getanzt und gesungen... :-) (Was ich ja persönlich irgendwie so peinlich finde, dass ich erstmal fremdschämen nachgeschlagen habe.)
Habe erst an eine Nachtsafari gedacht, habe aber erst gestern wieder im Radio gehört, dass jemand nachts vom Dingo angefallen wurde, also vielleicht doch nicht so die gute Idee...
Den Tag haben wir heute wieder mit Mustering verbracht und diesmal war die ganze Familie involviert. Haben uns aufgeteilt und ein ca. 400ha großes Paddock "gecleant", d.h. alle Tiere zusammen getrieben und den Yards geführt. Dort haben wir die Tiere dann in neue Gruppen sortiert...
Dafür dass Sam und Henry erst 9 und 12 Jahre alt sind, können sie schon unglaublich viel. Beide fahren auch alleine die Autos und das Quad (auf dem Gelände der Farm).
Und wenn die Cowboyhüte abgelegt werden, dann wird vorm TV zu Timomatic getanzt und gesungen... :-) (Was ich ja persönlich irgendwie so peinlich finde, dass ich erstmal fremdschämen nachgeschlagen habe.)
Freitag, 3. August 2012
Stud life
Bin diesen Nachmittag mit John Deere, dem Traktor, unterwegs und heiss begehrt... Es dauert fast eine geschlagene Stunde bis der Futtereimer gefüllt ist, ein paar 100 Meter weiter wartet der nächste. Dank IPod also der ideale Job mal etwas zu entspannen bei der Arbeit. Die Tage hier sind derzeit lang; nächsten Monat stehen die großen Bull Sales bevor. Dort wird der Großteil des Geldes für das ganze kommende Jahr verdient. Entsprechend füttern wir die Tiere, die auf der Verkaufsliste stehen, derzeit nochmal richtig rund. Vor ein paar Tagen ist jemand vorbeigekommen um die Tiere zu inspizieren. Sinn und Zweck der Vorinspektion ist die Anzahl der, für den Verkauf vorgesehenen Bullen (aller Züchter zusammen), vor dem Event nochmal um ca. 40% zu reduzieren und so den Qualitätsstandard hoch zu halten. Unsere Bullen sind alle durchgekommen, aber der Inspektor hat erzählt, dass er bei dem Hof, von dem er gerade kam, vier Bullen rausgekickt hat. Wenn man mit 25.000 € pro Bulle an Verkaufspreis rechnet, sind das mal kurz 100.000€ weniger Jahresumsatz. Das ist für die Familienbetriebe hier, glaube ich, ein ziemlicher Anteil. Pete & Sue betreiben ihre Zucht ja auch nur zu zweit...
Zurzeit geht's um 7 morgens los und vor 18 Uhr sind wir nicht durch.
Mittwoch haben wir die Pferde verladen und sind auf eine andere Ranch gefahren. Dort haben wir einige Tiere, die Pete & Sue gekauft haben, zusammen getrieben, die dann gestern per Road Train zu unserer Ranch gefahren wurden. Ein Road Train ist ein e Sattelzugmaschine mit (in unserem Fall) drei Anhängern, die jeweils zweistöckig sind. Der ganze LKW hat dann eine Länge von bis zu 100m. Auf den Highways sind sie nicht erlaubt und da wir direkt am Highway liegen, musste der Fahrer die Anhänger an der nächsten Tankstelle, 20km entfernt lassen und jeden einzelnen Anhänger separat das letzte Stück zum Ausladen bringen.
Gestern Nachmittag haben wir also wieder mit mustern verbracht; alle neuen Tiere durch die schmalen Gänge navigieren (Yard) und sortieren. Zum Abschluss haben Sue und Pete mir dann noch ein Bisschen Campdrafting-Training gegeben. Dabei ging es in dem Teil gestern darum (per Pferd) ein vorher bestimmtes Rind von der Herde zu trennen und es für eine bestimmte Zeit separat zu halten. Verständlicherweise will das Tier zurück zur Herde. Die Übung trainiert die Pferde das Verhalten der Rinder zu lesen... Und macht darüber hinaus noch sau viel Spass für den Reiter.
Heute Vormittag haben wir dann die verschiedenen, neu-sortierten Gruppen auf unterschiedliche Weiden getrieben. Vorm Mittag habe ich noch schnell 2 Stunden lang einen Zaun repariert. -Das war ne Qual, hat ewig gedauert. Oder wie man im Beef Business English pflegt zu sagen: man, this bloody fence was a pain in the ass!
Gab vorhin Maracujas aus dem Garten. In Deutschland kennen wir die ja nur braun und schrumpelig von außen. Weshalb ich erstmal gefragt habe, was das denn sei. Hier gibt es nämlich auch gelb-grüne und lila-farbene und die Haut ist komplett fest.
...Werde gerade beobachtet - von einem Känguru. Bloody buggers!
Zurzeit geht's um 7 morgens los und vor 18 Uhr sind wir nicht durch.
Mittwoch haben wir die Pferde verladen und sind auf eine andere Ranch gefahren. Dort haben wir einige Tiere, die Pete & Sue gekauft haben, zusammen getrieben, die dann gestern per Road Train zu unserer Ranch gefahren wurden. Ein Road Train ist ein e Sattelzugmaschine mit (in unserem Fall) drei Anhängern, die jeweils zweistöckig sind. Der ganze LKW hat dann eine Länge von bis zu 100m. Auf den Highways sind sie nicht erlaubt und da wir direkt am Highway liegen, musste der Fahrer die Anhänger an der nächsten Tankstelle, 20km entfernt lassen und jeden einzelnen Anhänger separat das letzte Stück zum Ausladen bringen.
Gestern Nachmittag haben wir also wieder mit mustern verbracht; alle neuen Tiere durch die schmalen Gänge navigieren (Yard) und sortieren. Zum Abschluss haben Sue und Pete mir dann noch ein Bisschen Campdrafting-Training gegeben. Dabei ging es in dem Teil gestern darum (per Pferd) ein vorher bestimmtes Rind von der Herde zu trennen und es für eine bestimmte Zeit separat zu halten. Verständlicherweise will das Tier zurück zur Herde. Die Übung trainiert die Pferde das Verhalten der Rinder zu lesen... Und macht darüber hinaus noch sau viel Spass für den Reiter.
Heute Vormittag haben wir dann die verschiedenen, neu-sortierten Gruppen auf unterschiedliche Weiden getrieben. Vorm Mittag habe ich noch schnell 2 Stunden lang einen Zaun repariert. -Das war ne Qual, hat ewig gedauert. Oder wie man im Beef Business English pflegt zu sagen: man, this bloody fence was a pain in the ass!
Gab vorhin Maracujas aus dem Garten. In Deutschland kennen wir die ja nur braun und schrumpelig von außen. Weshalb ich erstmal gefragt habe, was das denn sei. Hier gibt es nämlich auch gelb-grüne und lila-farbene und die Haut ist komplett fest.
...Werde gerade beobachtet - von einem Känguru. Bloody buggers!
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