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Samstag, 20. Oktober 2012
Mittwoch, 17. Oktober 2012
Montag, 15. Oktober 2012
Polizei!!
Heute ist Gaelles letzter Tag - hier auf dem Hof sowie in Australien. Wir sind also losgezogen um ein paar Bier zu besorgen. Am örtlichen Einkaufszentrum angekommen, mussten wir allerdings feststellen, dass es gar kein Bottle Shop (in Australien wird Alkohol nur in speziellen Geschäften verkauft...) gibt. Man hat uns dann aufgeklärt, dass direkt gegenüber eine Entzugskilink sei und dass es daher im ganzen Umkreis kein Alkohol zu kaufen gibt. Also sind wir mit unserer roten Röhre weitergezogen - und erstmal direkt in einer Polizeikontrolle gelandet. Alle Wagen wurden angehalten und jeder Fahrer musste pusten. Da es kurz nach Mittag war hatten wir nichts zu befürchten. Freudig und erfolgreich die Kontrolle verlassend, verfolgt uns aber dann ein Streifenwagen mit Blaulicht und fordert uns auf an die Seite zu fahren. Glücklicherweise hatten wir die Führerscheine dabei, was eher Zufall war. Der Officer hat uns dann aufgeklärt, dass das Auto nicht zugelassen sei und dass wir das Auto stehen lassen müssten. Sowie dass die Strafe von 704$ an den Fahrer und nicht an den Besitzer ausgestellt wird. - Uppps!!... In Australien kleben an der Windschutzscheibe Aufkleber, denen zu entnehmen ist, wie lange die Zulassung noch gültig ist. In diesem Fall stand dort Dezember 2012. Wir wurden aber darüber aufgeklärt, dass die Aufkleber mit der Rechnung verschickt werden; man kann also durchaus den Aufkleber anbringen ohne zu bezahlen... Letztendlich war der Officer aber so gnädig und hat die Strafe ausnahmsweise auf den Besitzer ausgestellt und uns angeboten uns nach Hause zu bringen, da das Auto ja stehenbleiben musste. Wir haben dann Bec angerufen und dem Polizisten das Telefon in die Hand gedrückt. Sie konnte ihn überzeugen, dass das Auto sehr wohl zugelassen sei und dass es sich wohl um einen Fehler im System handeln müsse - wir durften also doch mit der roten Röhre den Heimweg antreten und noch nen Erinnerungsfoto schießen; den Strafzettel für Bec gabs trotzdem, aber sie hat die Möglichkeit dies nachträglich zu klären...
Zuhause angekommen gabs dann zur Feier gleich mal das erste Bier!
Zuhause angekommen gabs dann zur Feier gleich mal das erste Bier!
Donnerstag, 11. Oktober 2012
I think I SPIDER - Part II
Und dann schweift dein Blick vor dem Einschlafen ganz unbedacht durchs Zimmer um spontan festzustellen, dass Du nicht alleine bist. - Da macht sich diese fette Spinne nicht mal die Mühe sich vor mir zu verstecken, zhhh! Der, in dieser Hinsicht beunruhigende, Fakt, dass ich mich derzeit in Australien befinde, lässt die Frage aufkommen, ob es denn nicht schon eine Spinnen-App gibt. Man kann Barcodes mit seinem Handy einscannen und Bank-Überweisungen per Foto beauftragen, kann man da nicht auch Spinnen abfotografieren und automatisch abgleichen lassen? Ein kurzer Blick ins Internet eröffnet sogar noch ganz andere, ungeahnte Möglichkeiten: Im Apple Store wirbt der "Anti Spider Guard" mit einer chemikalienfreien Lösung. Für 1,59€ vertreibt ein, für den Menschen nicht hörbarer, hochfrequenzierter Sound alle Spinnen im Umkreis von 14'! Keine Bewertungen vorhanden, dafür eine Alterseinstufung von 4+!
"Anti Insect pro" für 0,79€ erhielt immerhin schon 6 Bewertungen. Diese App verspricht mittels 22KHz Ultraschall Insektenfreiheit im Umkreis von 10 Metern und behauptet darüber hinaus genauso effektiv wie Citronella Kerzen zu sein! Es wird darauf hingewiesen, dass die App nicht neben Babys zu verwenden ist. Die Bewertungen lassen allerdings kein erfolgreiches Wort über die App...
Android bietet indes eine Spinnen-App an, die eher meine Vorstellungen trifft: Die App verfügt über eine Datenbank von 40 Bildern sowie Beschreibungen der Merkmale. Den Abgleich muss man also selbst durchführen und eine Art Ampelsystem zum schnellen, visuellen Erkennen, ob man sich wohl gerade in Lebensgefahr befindet, gibt es leider auch nicht. Kein Wunder dass am Ende zu entnehmen ist, dass dieses Produkt aus dem Android Market entfernt wurde...
Überlege kurz, ob ich das ganze jetzt wohl auch mal für Schlangen recherchiere und entscheide mich zu schlafen - wenn ich heute Nacht nicht überlebe, weil es sich bei meinem Übernachtungsgast um eine aggressive, tödliche Giftspinne handelt, dann treff ich eh auf keine Schlange mehr... In diesem Sinne: Gute Nacht. :-)
"Anti Insect pro" für 0,79€ erhielt immerhin schon 6 Bewertungen. Diese App verspricht mittels 22KHz Ultraschall Insektenfreiheit im Umkreis von 10 Metern und behauptet darüber hinaus genauso effektiv wie Citronella Kerzen zu sein! Es wird darauf hingewiesen, dass die App nicht neben Babys zu verwenden ist. Die Bewertungen lassen allerdings kein erfolgreiches Wort über die App...
Android bietet indes eine Spinnen-App an, die eher meine Vorstellungen trifft: Die App verfügt über eine Datenbank von 40 Bildern sowie Beschreibungen der Merkmale. Den Abgleich muss man also selbst durchführen und eine Art Ampelsystem zum schnellen, visuellen Erkennen, ob man sich wohl gerade in Lebensgefahr befindet, gibt es leider auch nicht. Kein Wunder dass am Ende zu entnehmen ist, dass dieses Produkt aus dem Android Market entfernt wurde...
Überlege kurz, ob ich das ganze jetzt wohl auch mal für Schlangen recherchiere und entscheide mich zu schlafen - wenn ich heute Nacht nicht überlebe, weil es sich bei meinem Übernachtungsgast um eine aggressive, tödliche Giftspinne handelt, dann treff ich eh auf keine Schlange mehr... In diesem Sinne: Gute Nacht. :-)
Mittwoch, 10. Oktober 2012
Da issa wieder!
Und die Verkäuferin so: "Na, frisch verliebt?", und ich so: "Ich hab mein Laptop wieder!!!" Seit das Paket heute morgen angekommen ist, laufe ich mit Dauergrinsen durch die Gegend. :-) Endlich!!! Funktionieren tut er sogar auch, halt jetzt mit Windows in Englisch, aber das macht ja keinen Unterschied...
Hab heute frei und Dave hat mich wieder mit in die Innenstadt genommen, als er zur Uni ist. Habe auf der Fahrt die korrigierten Klausuren, die er heute zurück gibt, durchgestöbert. Und kein Stück verstanden; nur Berechnungen und Stromkreise - Dave ist Prof für Elektro-Ingenieurswesen... Man, ich bin so froh, dass ich keine Klausuren mehr schreiben muss!!! Und mein Vater tut sich das freiwillig an?! ;-)
Nach dem obligatorischen Chai Latte habe ich ein wenig in einem alten Buchladen gestöbert. Gab da so alte, australische Kinderbücher mit Cowboygeschichten aus dem Outback. Die hätte ich am liebsten als Erinnerung mitgenommen, aber das sieht mein Reisegepäck nicht vor...
Danach ging es in die Staatsbibliothek. In Australien bieten alle Bibliotheken kostenlos WLAN an und ich wollte meinen Laptop gleich mal mit den wichtigsten Programmen ausstatten, da dieser eine neue Festplatte bekommen hat und völlig leer ist. Offenbar ist es aber weder dort, noch bei mcDonalds und Co. möglich Programme downzuloaden. Der Nachmittag hat sich daher eher als dauerhafter Locationswechsel gestaltet. Dabei bin ich auch in einem wunderbar gechillten Café gelandet: 1000 Pounds Bend. Nur zu empfehlen, wer mal nach Melbourne City kommt... Von außen erstmal ziemlich unscheinbar, genauso wie die Rooftop-Bar auf der Dachterasse, in der ich letzte Woche war. Man entdeckt in Melbourne immer wieder was neues, auch wenn man die gleiche Straße schon zig mal hoch und runter gelaufen ist. An einer großen Kreuzung habe ich heute zum Beispiel auch einen riesen Klettercenter im zweiten bis fünften Geschoss eines Hochhauses entdeckt, mit einer großen Glasfassade, durch die man die Kletterer beobachten kann. Die Male davor hat sich meine Aufmerksamkeit beim Vorbeigehen offenbar immer auf den darunterliegenden ALDI beschränkt...
Hab heute frei und Dave hat mich wieder mit in die Innenstadt genommen, als er zur Uni ist. Habe auf der Fahrt die korrigierten Klausuren, die er heute zurück gibt, durchgestöbert. Und kein Stück verstanden; nur Berechnungen und Stromkreise - Dave ist Prof für Elektro-Ingenieurswesen... Man, ich bin so froh, dass ich keine Klausuren mehr schreiben muss!!! Und mein Vater tut sich das freiwillig an?! ;-)
Nach dem obligatorischen Chai Latte habe ich ein wenig in einem alten Buchladen gestöbert. Gab da so alte, australische Kinderbücher mit Cowboygeschichten aus dem Outback. Die hätte ich am liebsten als Erinnerung mitgenommen, aber das sieht mein Reisegepäck nicht vor...
Danach ging es in die Staatsbibliothek. In Australien bieten alle Bibliotheken kostenlos WLAN an und ich wollte meinen Laptop gleich mal mit den wichtigsten Programmen ausstatten, da dieser eine neue Festplatte bekommen hat und völlig leer ist. Offenbar ist es aber weder dort, noch bei mcDonalds und Co. möglich Programme downzuloaden. Der Nachmittag hat sich daher eher als dauerhafter Locationswechsel gestaltet. Dabei bin ich auch in einem wunderbar gechillten Café gelandet: 1000 Pounds Bend. Nur zu empfehlen, wer mal nach Melbourne City kommt... Von außen erstmal ziemlich unscheinbar, genauso wie die Rooftop-Bar auf der Dachterasse, in der ich letzte Woche war. Man entdeckt in Melbourne immer wieder was neues, auch wenn man die gleiche Straße schon zig mal hoch und runter gelaufen ist. An einer großen Kreuzung habe ich heute zum Beispiel auch einen riesen Klettercenter im zweiten bis fünften Geschoss eines Hochhauses entdeckt, mit einer großen Glasfassade, durch die man die Kletterer beobachten kann. Die Male davor hat sich meine Aufmerksamkeit beim Vorbeigehen offenbar immer auf den darunterliegenden ALDI beschränkt...
Dienstag, 9. Oktober 2012
Equestrian Centre Life
Mittagspause. In der Sonne sitzen und den Hunden beim Spielen zu gucken. Jodi ist einer der Hunde von Bec und Dave. Sie wiegt 42kg und ist der liebste und ruhigste Hund, den man sich vorstellen kann. Das kleinere, schwarze Monster auf dem Foto ist Jameico, der Hund von Jana. Jana arbeitet hier jeden Vormittag von 8 bis 12, neben dem Studium.
Unser Vormittag sieht immer so aus, dass wir mit Mixen des Futters und dem Füttern selbst um 7 Uhr starten. Den Traktor von der letzten Ranch habe ich hier eingetauscht gegen eine Schubkarre... Und die Heuballen bewegen wir hier mit 3-Manneskraft. Nach der Fütterung gehen wir dann auf den Platz. Jeder trainiert meist ein junges Pferd und eins der Wettkampfspferde. Die jüngeren Pferde sind noch nicht eingeritten und trainieren nur in den verschiedenen Gängen (Schritt, Trapp, Galopp) sicher zu werden; die Champions haben ein Fitnessprogramm zum Ausbau der Ausdauer. Wir haben hier sogar elektrische Massagesättel für die Rücken der Pferde. - Ich wusste vorher nicht mal, dass es sowas gibt...
Von 7-10 Uhr landen die Flieger im 2-Minutentakt. Und da wir in unmittelbarer Nähe zum Flughafen sind, kommt doch glatt ein wenig Hamburger Heimatgefühl auf...
Nebenbei helfen wir dann noch den Reitschülern beim Vor- und Nachbereiten der Pferde und halten die Paddocks sauber.
Was mich ziemlich erschreckt ist, dass ich mittlerweile schier immun gegen die Stromschläge der Zäune bin. Viel Spannung kann offensichtlich nicht drauf sein, da ich grundsätzlich den kürzesten Weg wähle, nämlich durch den Zaun und damit jedes Mal quasi wissentlich den kleinen Schocker in Kauf nehme... ;-)
Ansonsten fiebere ich der Ankunft meines Laptops entgegen, der nun jeden Tag kommen kann. Zudem fängt heute schon meine letzte Woche hier in Melbourne an. Nächsten Donnerstag fliege ich weiter an die Westküste, nach Perth. Bin schon fleißig am Auto gucken, da ich mir dort wohl erstmal eins zulegen werde. Und dann bin ich nicht mehr aufzuhalten!! Stay tuned!!
Ps: Wir haben aktuell 18 Grad, nachts 4 Grad. Wettertechnisch habe ich in Australien den Winter mal voll mitgenommen. Bisher überwiegen in Summe die eher kalten Tage; diese Erfahrung wird mich von einer dauerhaften Auswanderung nach Australien wohl aufhalten. Hat also auch was gutes...
Unser Vormittag sieht immer so aus, dass wir mit Mixen des Futters und dem Füttern selbst um 7 Uhr starten. Den Traktor von der letzten Ranch habe ich hier eingetauscht gegen eine Schubkarre... Und die Heuballen bewegen wir hier mit 3-Manneskraft. Nach der Fütterung gehen wir dann auf den Platz. Jeder trainiert meist ein junges Pferd und eins der Wettkampfspferde. Die jüngeren Pferde sind noch nicht eingeritten und trainieren nur in den verschiedenen Gängen (Schritt, Trapp, Galopp) sicher zu werden; die Champions haben ein Fitnessprogramm zum Ausbau der Ausdauer. Wir haben hier sogar elektrische Massagesättel für die Rücken der Pferde. - Ich wusste vorher nicht mal, dass es sowas gibt...
Von 7-10 Uhr landen die Flieger im 2-Minutentakt. Und da wir in unmittelbarer Nähe zum Flughafen sind, kommt doch glatt ein wenig Hamburger Heimatgefühl auf...
Nebenbei helfen wir dann noch den Reitschülern beim Vor- und Nachbereiten der Pferde und halten die Paddocks sauber.
Was mich ziemlich erschreckt ist, dass ich mittlerweile schier immun gegen die Stromschläge der Zäune bin. Viel Spannung kann offensichtlich nicht drauf sein, da ich grundsätzlich den kürzesten Weg wähle, nämlich durch den Zaun und damit jedes Mal quasi wissentlich den kleinen Schocker in Kauf nehme... ;-)
Ansonsten fiebere ich der Ankunft meines Laptops entgegen, der nun jeden Tag kommen kann. Zudem fängt heute schon meine letzte Woche hier in Melbourne an. Nächsten Donnerstag fliege ich weiter an die Westküste, nach Perth. Bin schon fleißig am Auto gucken, da ich mir dort wohl erstmal eins zulegen werde. Und dann bin ich nicht mehr aufzuhalten!! Stay tuned!!
Ps: Wir haben aktuell 18 Grad, nachts 4 Grad. Wettertechnisch habe ich in Australien den Winter mal voll mitgenommen. Bisher überwiegen in Summe die eher kalten Tage; diese Erfahrung wird mich von einer dauerhaften Auswanderung nach Australien wohl aufhalten. Hat also auch was gutes...
Sonntag, 7. Oktober 2012
Sonntagsausflug
"We wish you a very christmas..." - Die Stimmung von Gaelle und mir steigt an diesem Wochenende ins Unermessliche! Dass wir bei der Arbeit Weihnachtslieder singen liegt allerdings auch daran, dass wir aktuell ein Fohlen namens Christmas von seiner Mutter abgewöhnen. Dazu war gestern und heute geradezu wenig zu tun, bevor Freitag die Stimmung hier auf dem Hof fast zu kippen drohte, nachdem Gaelle und ich seit unserer Ankunft täglich von morgens um 7 bis abends um 18:30 geackert haben. Man darf schließlich nicht vergessen, dass wir keine Kohle bekommen. Hier fulltime zu arbeiten ist daher nicht in unserem Sinne. Zur Stimmungsaufheiterung gabs gestern dazu Muffins und Kuchen und heute haben wir sogar eins der alten Autos bekommen um einen kleinen Ausflug zum "Pony Club" zu machen. Dave und Bec haben dort heute Crosscountry-Training (Springreiten im Gelände über natürliche Hindernisse wie Baumstämme oder Wassergräben) gegeben. Pony Club nennen sie hierzu Lande Reitvereine für Reiter bis 25 Jahre...
Heute Nacht wurde dann noch die Uhr vorgestellt oder "time savings" wie es in Aussie genannt wird. Ich hatte das überhaupt nicht aufm Zettel - erfreulicherweise aber mein Wecker, sodass ich die Veränderung erstmal gar nicht wahrgenommen habe. Beim Aufwachen habe ich mich noch gewundert, warum ich nicht wie gewohnt schon vorm Wecker wach war und so sau müde bin. Als ich zum Frühstück bin, wurde ich dann aufgeklärt. Dazu kommt noch dass mir der Code zum Entsperren meines Handys einfach nicht mehr eingefallen ist. Den ich immerhin schon seit 3 Jahren täglich zig mal eingebe... Ich hatte schon vermutet, dass mein Gehirn nachts damit die letzten Hermes-Erinnerungen entsorgt hat, da der Code damals von Hermes vorgegeben wurde... Immerhin hat es 2 Stunden gedauert bis er mir wie aus dem nichts wieder eingefallen ist. Sehr unheimliche Erfahrung, wenn einem einfach nicht mehr einfällt, was man eigentlich ganz genau weiss...
Ein Code muss ich mir dafür weniger merken - meine deutsche Kreditkarte wurde gesperrt nachdem zig Abbuchungsanfragen aus den Staaten und Irland vorlagen. Freigeben kann die Bank die Karte aus versicherungstechnischen Gründen nicht mehr. Zum Glück habe ich aber noch eine weitere Kreditkarte; außerdem bin ich seit einigen Tagen stolze Besitzerin eines australischen Kontos! Yeha! Damit sollte meine Kaufkraft doch erstmal sichergestellt sein!?
Heute Nacht wurde dann noch die Uhr vorgestellt oder "time savings" wie es in Aussie genannt wird. Ich hatte das überhaupt nicht aufm Zettel - erfreulicherweise aber mein Wecker, sodass ich die Veränderung erstmal gar nicht wahrgenommen habe. Beim Aufwachen habe ich mich noch gewundert, warum ich nicht wie gewohnt schon vorm Wecker wach war und so sau müde bin. Als ich zum Frühstück bin, wurde ich dann aufgeklärt. Dazu kommt noch dass mir der Code zum Entsperren meines Handys einfach nicht mehr eingefallen ist. Den ich immerhin schon seit 3 Jahren täglich zig mal eingebe... Ich hatte schon vermutet, dass mein Gehirn nachts damit die letzten Hermes-Erinnerungen entsorgt hat, da der Code damals von Hermes vorgegeben wurde... Immerhin hat es 2 Stunden gedauert bis er mir wie aus dem nichts wieder eingefallen ist. Sehr unheimliche Erfahrung, wenn einem einfach nicht mehr einfällt, was man eigentlich ganz genau weiss...
Ein Code muss ich mir dafür weniger merken - meine deutsche Kreditkarte wurde gesperrt nachdem zig Abbuchungsanfragen aus den Staaten und Irland vorlagen. Freigeben kann die Bank die Karte aus versicherungstechnischen Gründen nicht mehr. Zum Glück habe ich aber noch eine weitere Kreditkarte; außerdem bin ich seit einigen Tagen stolze Besitzerin eines australischen Kontos! Yeha! Damit sollte meine Kaufkraft doch erstmal sichergestellt sein!?
Freitag, 5. Oktober 2012
Mittwoch, 3. Oktober 2012
Heute: FREI!!!
Und was macht man so an einem freien Tag in Melbourne? - Erstmal ausschlafen! Um 6 war ich trotzdem wach und bin nur aus Prinzip noch 2 Stunden liegen geblieben.
Dave ist Prof an der Uni Melbourne und hat mich um 10 Uhr mit in die Innenstadt genommen. Als wir zusammen über den Campus geschlendert sind, musste ich so lachen - Dave war noch komplett in Reiteroutfit und hatte nur sein iPad unterm Arm. Wie es sich halt so für einen Professor der University of Melbourne gehört... - Dave ist Ende 30 und optisch die (Reit-)Jockey-Version von Ralf Bauer. Inklusive der typischen körperlichen Ausmaße eines Berufs-Rennreiters; nur eben mit Spring- und Dressurtalent. Wenn Gaelle und ich mit den Pferden ihr Fitnessprogramm abhalten, gibt Dave nebendran Reitstunden und es macht allein schon Spass ihm dabei zuzusehen, weil er super nett und zuvorkommend ist und insbesondere Anfängern mit lustigen Übungen die Angst nimmt...
Der Campus der Uni ist auffallend multikulti, was man in der Anzahl ja nicht gerade von deutschen Unis gewöhnt ist.
Meine erste Amtshandlung besteht darin einen Chai Latte zu kaufen und mich im Carlton Park gleich neben dem Melbourne Museum in der Sonne niederzulassen.
Kleiner Schlenker durch Chinatown; und als ich mich gerade bei einer Art MediaMarkt nach Netbooks informiere, kriege ich die Email von Besitzer meines Hostels in Cairns, der mir schreibt, dass er mir mein Netbook heute schickt. Gestern hat mich nämlich Acer angerufen und mir mitgeteilt, dass das mit dem Zurückholen meines, irrtümlich an die falsche Adresse zugestellten, reparierten Netbooks (nämlich an mein Hostel in Cairns, wo ich schon seit 7 Wochen nicht mehr bin), nicht geklappt hat und sie mir das Geld zurückerstatten. Kurz gesagt: Mit Glück bekomme ich in wenigen Tagen mein Netbook zurück und gleichzeitig den Kaufpreis dafür erstattet! ("Backpackertrick Nummer 231...") Ich will mich nicht zu früh freuen, aber angesichts der stundenlangen und nervenaufreibenden Tortur mit der Acer-Hotline in den letzten 2 Monaten (!) wäre diese Art von Entschädigung durchaus angebracht.
Zelebriert werden diese Neuigkeiten mit einem Glas Sangria auf einer der zahlreichen, chilligen Rooftop-Bars, auf einer sonnenverwöhnten Terasse über den Dächern von Melbourne. Cheers!
Mit dem heutigen Foto grüße ich insbesondere meine Mum! :-)
Dave ist Prof an der Uni Melbourne und hat mich um 10 Uhr mit in die Innenstadt genommen. Als wir zusammen über den Campus geschlendert sind, musste ich so lachen - Dave war noch komplett in Reiteroutfit und hatte nur sein iPad unterm Arm. Wie es sich halt so für einen Professor der University of Melbourne gehört... - Dave ist Ende 30 und optisch die (Reit-)Jockey-Version von Ralf Bauer. Inklusive der typischen körperlichen Ausmaße eines Berufs-Rennreiters; nur eben mit Spring- und Dressurtalent. Wenn Gaelle und ich mit den Pferden ihr Fitnessprogramm abhalten, gibt Dave nebendran Reitstunden und es macht allein schon Spass ihm dabei zuzusehen, weil er super nett und zuvorkommend ist und insbesondere Anfängern mit lustigen Übungen die Angst nimmt...
Der Campus der Uni ist auffallend multikulti, was man in der Anzahl ja nicht gerade von deutschen Unis gewöhnt ist.
Meine erste Amtshandlung besteht darin einen Chai Latte zu kaufen und mich im Carlton Park gleich neben dem Melbourne Museum in der Sonne niederzulassen.
Kleiner Schlenker durch Chinatown; und als ich mich gerade bei einer Art MediaMarkt nach Netbooks informiere, kriege ich die Email von Besitzer meines Hostels in Cairns, der mir schreibt, dass er mir mein Netbook heute schickt. Gestern hat mich nämlich Acer angerufen und mir mitgeteilt, dass das mit dem Zurückholen meines, irrtümlich an die falsche Adresse zugestellten, reparierten Netbooks (nämlich an mein Hostel in Cairns, wo ich schon seit 7 Wochen nicht mehr bin), nicht geklappt hat und sie mir das Geld zurückerstatten. Kurz gesagt: Mit Glück bekomme ich in wenigen Tagen mein Netbook zurück und gleichzeitig den Kaufpreis dafür erstattet! ("Backpackertrick Nummer 231...") Ich will mich nicht zu früh freuen, aber angesichts der stundenlangen und nervenaufreibenden Tortur mit der Acer-Hotline in den letzten 2 Monaten (!) wäre diese Art von Entschädigung durchaus angebracht.
Zelebriert werden diese Neuigkeiten mit einem Glas Sangria auf einer der zahlreichen, chilligen Rooftop-Bars, auf einer sonnenverwöhnten Terasse über den Dächern von Melbourne. Cheers!
Mit dem heutigen Foto grüße ich insbesondere meine Mum! :-)
Montag, 1. Oktober 2012
Sonntag, 30. September 2012
Proudly present: Die Ernährungsbibel
Ich darf vorstellen: Mein täglich Brot - bzw. eher das der Pferde... Links in der Matrix die Pferdenamen, gefolgt von der Angabe auf welcher Weide sie stehen, wie oft sie am Tag Futter kriegen und welche Futtersorten. Mein Gehirn arbeitet derzeit auf Hochtouren und ich kann behaupten an Tag 3 bereits alle Namen drauf zu haben sowie zu wissen wo wer steht und mit wem. - Yes!! Gaelle, die andere Helferin, und ich konnten die Zeit, die wir zum Füttern brauchen, heute auch weiter optimieren.
Gesundheitlich komme ich langsam auch wieder auf die richtige Bahn. Gaelle und ich haben jeder unser eigenes kleines Cottage, bestehend aus je einem Raum, auf dem Hof. Wir haben also die Möglichkeit uns zurück zu ziehen, verbringen aber die meiste Zeit bei Bec und Dave im Haus. Ich hatte, nach 6 Wochen Camper-Dasein, fast vergessen, wie angenehm es doch ist, wenn man nicht mehr aus der Tasche wohnt und Bad, Dusche und Waschmaschine in unmittelbarer Nähe sind. Purer Luxus! Hehe...
Gesundheitlich komme ich langsam auch wieder auf die richtige Bahn. Gaelle und ich haben jeder unser eigenes kleines Cottage, bestehend aus je einem Raum, auf dem Hof. Wir haben also die Möglichkeit uns zurück zu ziehen, verbringen aber die meiste Zeit bei Bec und Dave im Haus. Ich hatte, nach 6 Wochen Camper-Dasein, fast vergessen, wie angenehm es doch ist, wenn man nicht mehr aus der Tasche wohnt und Bad, Dusche und Waschmaschine in unmittelbarer Nähe sind. Purer Luxus! Hehe...
Samstag, 29. September 2012
Das Leben ist kein Ponyhof
- Aber ich wohne und arbeite jetzt auf einem... Bec (Rebecca) & Dave's "Equestrian Centre" liegt am Stadtrand von Melbourne. Woran man auch bei jedem Schritt erinnert wird, da man von hier aus einen umwerfenden Ausblick auf die Hochhaus-Skyline der Innenstadt hat (auf dem Foto lässt es sich nur schwer erkennen im Hintergrund; leider bin ich aber immer noch nicht im Besitz meines reparierten Latops, um ein besseres Foto hochzuladen... Wie auch immer, Laptop wurde im Rahmen der Garantie repariert, nur leider an die falsche Adresse gesandt; ich rechne die nächsten 2 Wochen aber fest damit ihn endlich wieder zu bekommen!)
Ich bleibe hier die nächsten drei Wochen. Und wie es die Tradition so will, habe ich auch hier wieder zu meinen ersten Tagen Regen. So hat es sich bei meinen ersten beiden Familien in Queensland ja auch schon abgespielt.
Wir haben rund 25 Pferde, einige davon sind zur Pflege hier. Jedes Pferd hat seinen individuellen Ernährungs- und Fitnessplan; darunter auch ein paar Hochkaräter, mit denen Bec und Dave an Spring- und Dressurwettkämpfen teilnehmen. Dave hat auch schon einige Pferde in Deutschland trainiert; sie waren auch extra gerade in Europa um sich die olympischen Reit-Wettkämpfe in London live anzusehen.
Erfreulicherweise ist zur gleichen Zeit noch eine andere Helferin hier angekommen. Gaelle ist aus Frankreich und 22 Jahre alt. Wir konnten beide gleich voll in unsere Aufgaben einsteigen. Zu Beginn des Tages und am Nachmittag ist das die Zubereitung des Futters und das Füttern selbst. Da jedes Pferd seinen eigenen Ernährungsplan hat, dauert dies ein Weilchen.
Danach steht Lounge-Training an. Jeweils ein Pferd kommt an die lange Leine (Lounge) und muss seine individuelle Fitnesseinheit absolvieren. Auf dem Trainingsplan steht dann so viel wie: 4x4W, 4x8T, 6x8C - Das heisst 4 Einheiten mit je 4 Runden Schritt (walk), 4 Einheiten mit je 8 Runden Trab und 6 Einheiten mit jeweils 8 Runden Galopp (center)... Für den "Fitnesstrainer" bedeutet dies keinesfalls nur in der Mitte des Zirkels zu stehen und die Leine zu halten. Nach jeder Einheit wird die Richtung gewechselt, dazu muss am Kopf des Pferdes die Lounge auf die andere Seite gebunden werden. Wenn man unkonzentriert ist, reagiert das Pferd sofort und viel läuft man auch selbst mit neben dem Pferd her. Dazu noch im Kopf behalten, wieviel Einheiten und Runden schon gemacht wurden. Spaß macht es auf jeden Fall und vor allem ist es lehrreich! Ich denke in den kommenden Wochen werde ich so einiges dazulernen, freue mich drauf und bin gespannt, was noch so passiert!
Ich bleibe hier die nächsten drei Wochen. Und wie es die Tradition so will, habe ich auch hier wieder zu meinen ersten Tagen Regen. So hat es sich bei meinen ersten beiden Familien in Queensland ja auch schon abgespielt.
Wir haben rund 25 Pferde, einige davon sind zur Pflege hier. Jedes Pferd hat seinen individuellen Ernährungs- und Fitnessplan; darunter auch ein paar Hochkaräter, mit denen Bec und Dave an Spring- und Dressurwettkämpfen teilnehmen. Dave hat auch schon einige Pferde in Deutschland trainiert; sie waren auch extra gerade in Europa um sich die olympischen Reit-Wettkämpfe in London live anzusehen.
Erfreulicherweise ist zur gleichen Zeit noch eine andere Helferin hier angekommen. Gaelle ist aus Frankreich und 22 Jahre alt. Wir konnten beide gleich voll in unsere Aufgaben einsteigen. Zu Beginn des Tages und am Nachmittag ist das die Zubereitung des Futters und das Füttern selbst. Da jedes Pferd seinen eigenen Ernährungsplan hat, dauert dies ein Weilchen.
Danach steht Lounge-Training an. Jeweils ein Pferd kommt an die lange Leine (Lounge) und muss seine individuelle Fitnesseinheit absolvieren. Auf dem Trainingsplan steht dann so viel wie: 4x4W, 4x8T, 6x8C - Das heisst 4 Einheiten mit je 4 Runden Schritt (walk), 4 Einheiten mit je 8 Runden Trab und 6 Einheiten mit jeweils 8 Runden Galopp (center)... Für den "Fitnesstrainer" bedeutet dies keinesfalls nur in der Mitte des Zirkels zu stehen und die Leine zu halten. Nach jeder Einheit wird die Richtung gewechselt, dazu muss am Kopf des Pferdes die Lounge auf die andere Seite gebunden werden. Wenn man unkonzentriert ist, reagiert das Pferd sofort und viel läuft man auch selbst mit neben dem Pferd her. Dazu noch im Kopf behalten, wieviel Einheiten und Runden schon gemacht wurden. Spaß macht es auf jeden Fall und vor allem ist es lehrreich! Ich denke in den kommenden Wochen werde ich so einiges dazulernen, freue mich drauf und bin gespannt, was noch so passiert!
Melbourne
AFL (Australian Football League) Grand final in Melbourne - und ich bin in der Stadt!! Auch ansonsten zeigt sich Melbourne sehr sportlich. Ein paar Gehminuten von meinem Hostel in St. Kilda entfernt ist der Albert Park, bekannt durch die Formel 1 und Australien Open; den Kitestrand direkt vor der Haustür... Schon alleine dadurch, dass ich nach drei relativ kalten Wochen in Neuseeland wieder in FlipFlops rumlaufen kann, macht Melbourne noch sympathischer. In der Innenstadt verkehren historische Straßenbahnen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten - und dies komplett umsonst. Und so kann man gemütlich durch Melbournes Innenstadt fahren und ein- und aussteigen, wo es einem gerade passt. Am Pier gibt es darüber hinaus noch Pinguine zu sehen, die jeden Abend bei Anbruch der Dunkelheit aus dem Wasser an Land kommen. Kaum zu glauben, dass auch dieses Spektakel tatsächlich noch gratis ist...
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